
Yo!

Und wieder einmal hat sich dieser Schmierfink mit dem vielsagenden
Synonym Latrodectus mactans an seinen Personal Putter (PC) gesetzt,
um die nchste Folge des Berichtes ber Karl Stlpner in mhevoller
Kleinarbeit zusammenzutippen. Tja, und was erwartet Euch heute?
Eine Sensation erwartet Euch; die Sensation, die das Regiment "Prinz
Maximilian" (Stationiert in Chemnitz) im Jahre 1800 a.D. hatte.

Latrodectus mactans

                            6 .   F O L G E

D A S   R E G I M E N T   " P R I N Z   M A X I M I L I A N "   H A T

                     S E I N E   S E N S A T I O N

Am 11. September des Jahres 1800 hat das Chemnitzer Regiment "Prinz
Maximilian" seine Sensation: Karl Stlpner, 1785 desertiert und
mittlerweile weithin bekannt geworden, kehrt in die Kaserne zurck.
Freiwillig, wie es offiziell heit. Aber damit hat es seine eigene
Bewandtnis.
Alle Versuche, den Wildschtzen zu fangen, sind fehlgeschlagen. Jeder
Reinfall der verhaten Behrden und Bttel wird von der Gebirgsbevl-
kerung mit Freuden begrt.
Die Rebellion dieses Einzelgngers, so ist deshalb zu befrchten, kann
sich ausweiten. Man mu sein Treiben auf alle Flle unterbinden.
Stlpner wird mehrfach ffentlich aufgefordert, zu seinem Regiment
zurckzukehren; dann gewhre man ihm Straffreiheit.
Er ist jetzt 38 Jahre alt. Seine Lebensgefhrtin Christiane Wolf und
die eben - "unehrlich" - geborene gemeinsame Tochter verlangen nach
einem Leben in Ruhe, nach einem nicht nur heimlichen Zusammensein mit
tausend Gefahren. So entschliet sich Karl Stlpner, den Lockrufen zu
folgen. Er unterwirft sich erneut dem unmig harten Drill.
Hat er gehofft, nach ein paar wenigen Jahren den Abschied in Ehren zu
erhalten, dann heiraten zu knnen, so sieht er sich nun grndlich ge-
tuscht. 1803 gelingt ihm ein Streich gegen die Brokratie, der ihm
aber auch nicht aus dem Dilemma heraushilft. Auf irgendeine Weise
schafft er es, in der Regimentsliste fortan als fnf Jahre lter ge-
fhrt zu werden. Ein Ende der Dienstzeit kommt dennoch nicht in Sicht.
1806 kmpft er in der Doppelschlacht bei Jena und Auerstdt gegen
Napoleons Truppen, gert in franzsische Gefangenschaft, flieht, kehrt
wieder zu seinem Regiment zurck; der Dienst geht weiter. Im Mai 1807
nutzt Stlpner einen Urlaub und desertiert nach Bhmen.
Christiane Wolf und die Tochter folgen nach. Jetzt endlich wird Hoch-
zeit gehalten. Kurz hinter der Grenze betreiben die Stlpners eine
Schankwirtschaft.
1813 gibt es in Sachsen Generalpardon. Die Stlpners kehren in die
alte Heimat zurck. Ein Haus und ein Stck Feld, das sie erwerben kn-
nen, bereignen sie 1820 dem knftigen Schwiegersohn. Karl und Chri-
stiane Stlpner gehen wieder nach Bhmen.
Nach den bewegten Jahren kann der einstige Wildschtz offensichtlich
nirgendwo mehr lange Fu fassen. Noch unsteter wird dieses Leben, als
Ende Mai 1820 seine Frau Christiane stirbt. Stlpner heiratet zwei
Jahre darauf ein zweites Mal - eine Frau, die 31 Jahre jnger ist als
er. Zwei Shne entstammen dieser Ehe, die nach kurzer Dauer wieder
zerbricht. Stlpner erkrankt am grauen Star, ist drei Jahre blind, bis
ihm ein Eingriff im Jahre 1831 wenigstens die Sehkraft auf einem Auge
wiedergibt. Einsam und verarmt wandert er durch das Erzgebirge. In
Wirtshusern macht er Rast und erzhlt von frheren Taten. Er findet
viele Zuhrer und bekommt zum Lohn Mahlzeit und Nachtlager.
Aus der bitteren Zeit des Alters hebt sich das Jahr 1835 in zweierlei
Hinsicht hervor. Der 72jhrige einstige Wildschtz vollbringt nochmals
ein besonderes Bravourstck - er wird erneut Vater: Eine 24jhrige
junge Frau schenkt ihm eine Tochter.


                           Aus dem Tatsachenbericht ber Karl Stlpner
                           von Dr. Christian Heermann


                   W I R D   F O R T G E S E T Z T !

(Die 7. Folge hat den Titel "Eine besonders fr die Jugend gefhrliche
Lectre". Da erfahrt Ihr schlicht und einfach wie es weitergeht.)

    

 NETWORLD + INTEROP '94 in BERLIN 

 Vom 06.-10.06. fand in Berlin die NETWORLD + INTEROP '94 statt, DIE
 Fachmesse der Netzwerk-Industrie. Dank der Freundlichkeit der ZIFF
 Messe- & Konferenz GmbH, die mir die Gratis-Eintrittskarten spendierte,
 (hier mein besonderer Dank an diese Firma und ihre sympathische neue
 Geschftsfhrerin, Frau Leyfeld) war ich dabei. Hier mein Bericht:
 
 Sicherlich war fr den "normalen" User, der sich nicht sonderlich mit
 Netzwerken beschftigt, nicht alles von Interesse und von Verstndlich-
 keit. Trotzdem gab es allerhand Neues und Interessantes zu sehen.
 Zuerst zur Messe allgemein: Natrlich war die Messe hauptschlich fr
 Fachbesucher konzipiert und nicht fr den privaten Besucher. Durch
 den Eintrittspreis von DM 60,- pro Tag blieben die Fachbesucher auch
 weitgehend unter sich, obwohl natrlich schon hier und da ein Grppchen
 von Freax durch die Hallen schlenderte (erkennbar an der fehlenden 
 Krawatte oder an den soeben gerafften T-Shirts, die reichlich als
 Werbegeschenke verteilt wurden). Die Messe fand im Berliner Messegelnde
 am Funkturm und ICC statt, das Umfeld war also ausgezeichnet.

 Wie der Name der Messe schon sagt, drehte sich alles um Netzwerke,
 aber auch andere Sparten der Computerbranche stellten aus. Als besonderen
 Gag hatte man alle Aussteller (ber 300) auf der Messe miteinander
 vernetzt und damit eines der grten Netzwerke der Welt aufgebaut (der
 Zweck des Ganzen blieb zwar im Dunkeln, aber es war schon eine sehens-
 werte Demonstration, insbesondere, da die Vernetzung systembergreifend
 stattfand). Dazu wurden mal eben schnell 80 km S/UTP-Leitungen und 70 km
 Lichtwellenleiter in den Messehallen verlegt.
 
 Besonders fiel auf, da im Gegensatz zu den anderen Bereichen der Compu-
 terindustrie die Netzwerkbranche sehr motiviert in die Zukunft blickt:
 Von Rezession keine Spur!!! Das Vorbild der amerikanischen Datenautobahnen
 macht offenbar auch hier Schule und die Firmen rechnen allesamt mit
 deutlichen Umsatzzuwchsen in den nchsten Jahren. Das trug natrlich
 zu der uerst positiven Stimmung auf der Messe bei. Das neue Schlagwort
 der Branche lautet nach >>Multimedia<< nun >>Information Highways<<.
 
 [Auch wenn unser Bundeskanzler das noch nicht so richtig begriffen hat.
 Ich habe diese TV-Sendung auch gesehen und was er da so von sich gegeben
 hat, als ihn der Chef von Microsoft Deutschland auf die Datenautobahnen
 ansprach, war wirklich zum Heulen ("Ja, ich kenne das Problem mit dem
 Stop-and-Go auf den Autobahnen. Aber das ist ja nun wirklich 
 Lndersache...") Aber vielleicht erklrts ja dem Kanzler noch mal einer.]

 Deutlich wurde sichtbar, da der Trend zur totalen Vernetzung der Gesell-
 schaft wohl kaum noch aufzuhalten ist.
 Der Durchbruch fr ISDN ist wohl in zumindest in Deutschland so gut
 wie erreicht. Leider macht die Telekom bei allen anderen Systemen immer
 noch nicht so richtig mit, so z.B. beim ATM.

 Ein prgnantes Zeichen fr ihre Vormachtstellung im Netzwerkbereich 
 setzte auf der Messe die Firma NOVELL. Der Stand war einer der grten
 und kaum zu bersehen. Besonders prsentiert wurden die Produkte NOVELL
 NetWare 4, UnixWare, AppWare, (natrlich das "rote") DOS 7, und diverse
 andere Netzwerkmanagement- und Internetworking-Produkte. 
 Und auch in den anderen Hallen stolperte man dauernd ber das rote NOVELL-
 Logo, das man an die Hndler verteilt hatte bzw. an NetWare-fhige
 Produkte verliehen hatte ("YES, it runs with NetWare"). 
 Der NOVELL-Stand war stndig dicht umlagert, ein attraktives Quiz,
 bei dem quasi jeder gewinnen konnte (es gab ein cleveres Spiel zu ge-
 winnen), die groe Flle von Demonstrationsrechnern und Info-Material
 sorgten fr stndigen Besucherandrang.
 
 Auf meine (provozierende?) Frage nach dem Erscheinen von NOVELL DOS 7.1
 (Traue keinem DOS mit einer Null hinter dem Komma!!!) gab es blo aus-
 weichende Stze wie "Die registrierten Anwender werden von uns informiert,
 wenn es ein Update gibt". Auf jeden Fall soll aber bereits daran gearbeitet
 werden. 

 (Zumindest eine Hamburger Firma hatte es ja schon im Angebot, wie
 meine beigefgte Grafik-Anzeige beweist. Natrlich war ich auch noch
 so frech, dort anzurufen und nach 7.1 zu fragen. Das Beste war dann 
 der Verkufer, der behauptete, sie htten nur Novell DOS Version 6.0
 am Lager!!! Ein echter Lacherfolg!!! Die Firma sollte sich wirklich mal
 bei Pleiten, Pech und Pannen bewerben.) Hoffentlich lt sich die Grafik
 irgendwie ins Platinum einbinden (ich hoffe, sie ist im korrekten Format-
 das ist ja immer so eine heikle Sache: wenn ich mit Windows Paintbrush
 Grafiken mache, und sie spter mit Neopaint weiterbearbeiten will, stimmen
 z.B. manchmal die Farben nicht mehr, usw.).

 MICROSOFT's Stand brachte trotz seiner Gre (273 m) nicht viel Neues
 und man stellte neben den bekannten Standardprodukten von 
 Fensterle besonders Client/Server-Lsungen vor.
 Interessant eine spezielle Windows Version fr Osteuropa mit Support
 fr 25 Sprachen der Region von Albanisch bis Slovenisch und Untersttzung
 fr 10 osteuropische Keyboards sowie einem integrierten File-Converter,
 welcher nichtstandardisierte osteuropische Character Sets in das gngige
 1250 Windows und 852 DOS Format konvertiert.
 
 Neue und clevere Lsungen waren bei den vielen weniger bekannten Firmen
 zu sehen, so zum Beispiel die Ethernet-Karte von Compu-Shack, die 
 eine unglaublich einfache Installation bietet oder der ISDN-Controller 
 im Scheckkarten- (halt, PCMCIA-) Format von AVM oder der schnellste 
 PC-X-Server der Welt (jedenfalls behauptet das der Hersteller VISIONWARE).

 Von CompuServe war zu erfahren, da in diesen Tagen der erste deutsche
 Einwhlknoten auf 14400 bps aufgerstet werden soll. Mnchner freut euch!
 Ferner sollen mehr europische Datenbankangebote geschaffen werden. 
 CompuServe goes Europe lautet die Devise und man will sich von der
 US-Lastigkeit des Netzes befreien und mehr europische Datenbankangebote
 schaffen.
 
 Das Berliner Virtuality Cafe (Lewishamstrae 1 - Am Adenauerplatz,
 10629 Berlin - Telefon 030-3275143) war mit einer Prsentation eines
 Boxkampfsimulators vertreten, bei dem man nach dem berstlpen
 des VR-Helmes und eines Datenhandschuhs gegen einen computerisierten
 Gegner "in den Ring steigen konnte". 

 Also, es gab allerhand zu sehen, auch einen Blick in die Zukunft des
 interaktiven Fernsehens konnte man tun. Natrlich gab es auch das ganze
 ergnzende Angebot, das auf solchen Messen blich ist, ein Shareware-
 hndler vertickerte zum Ruberpreis von DM 10,- pro Disk so ziemlich
 alles von Uraltschrott angefangen bis hin zu neueren Sachen wie DOOM
 und hnlichem. Was GANZ Neues konnte ich aber nicht entdecken. 
 Diverse Buch und Zeitschriftenverlage prsentierten ihre Neuheiten. 

 Neben der Messe gab es auch noch eine Reihe sicher sehr interessanter
 Fachvortrge, die habe ich mir aber nicht angetan. Von so Sachen wie
 "Enabling Digital Signatur" oder "Large Application Development
 Experiences with APPC" (und alles auf englisch) verstehe ich denn doch
 nur Bahnhof. Aber fr Profis war's sicher ein interessantes Ding, die
 Referentenliste der Fachvortrge war ziemlich gut besetzt und eine Reihe
 Referenten extra aus den Staaten und anderen Lndern angereist.

 Zusammenfassend mchte ich sagen, da die NETWORLD + INTEROP eine durch-
 aus lohnende Sache ist (auch wenn man kein Netzwerkuser ist - noch?).
 Die nchste Networld+Interop wird vom 28.-30. Juni 1995 wieder in der 
 sogenannten Hauptstadt stattfinden und ich kann nur empfehlen : Wenn ihr 
 gerade in Berlin sein solltet, schaut mal rein in die Welt der Netzwerke.

 Mir hat es jedenfalls echt Appetit gemacht auf so einen ISDN-Anschlu...
 (Leider im Moment noch etwas zu kostspielig, obwohl mir ein Frulein vom
 (Post)amt versichert hat, da ich blo einen Antrag stellen bruchte und
 vierzehn Tage spter wrde man mir den Anschlu schalten- geht ziemlich
 fix in Berlin, gell?).
  
 Wer jetzt vielleicht auch mal Lust hat, sich so eine Netzwerk-Messe
 live zu geben und nicht erst bis Juni 95 warten will, hier noch ein paar
 Termine hnlicher Messen:

 20.-21.09.94 Client Server 94/Networks 94 Frankfurt/M. Conference Center
          (bei dieser Ausstellung ist der Eintritt brigens frei)
 06.-09.02.95 ONLINE 95                    Hamburg Congress Centrum

 Und weil ZIFF und Frau Leyfeld so nett zu mir waren (Gratiskarten, siehe
 oben), will ich auch gleich noch ein bissel fr die nchste Messe dieser
 Firma werben, obwohl ich sonst fr MS-Fensterle nicht allzuviel brig habe.
 
 Also, fr die begeisterten Windows-Freax: Ihr Kongre + Fachmesse in 
 deutschen Landen wird die WINDOWS-SOLUTION in Frankfurt/Main vom 29.Novem-
 ber bis zum 2.Dezember 1994, wo alles mit Rang und Namen in der Fenster-
 welt vertreten sein wird. 


 >>>DAGO 

 >#< MS-Fensterle??? Warst Du irgendwo im Schwabenlndle :)))))   Fury

 **> Seht Ihr, ungerecht ist die Welt. Auch ich hab Frei-Karten zu
     dieser Ausstellung bekommen. Ich htte sie gerne verlost.
     Das Dumme daran war, da ich sie nicht mal eine Woche vor der
     Ausstellung bekam, soda es nicht mehr mglich war, sie zur
     Auslosung zu bringen. Schade eigentlich.
     Doch sicher werden sich die Leute was dabei gedacht haben, nmlich
     da von einigen windigen Gesellen mit den kostenlosen Karten nicht
     noch Geschfte gemacht werden.
                                                       *** #Papst ***

    

 --> AliAz

 Die kleine Geschichte, die Du das letzte Mal erzhlt hast, stimmt!
 Ich habe das krzlich in einem Buch gelesen. Dazu gleich mal DAGO's 
 BUCHTIP:

 Allen denjenigen, die auch gerne noch ein paar AUF PAPIER GEDRUCKTE
 Zeilen lesen, sei folgendes Buch empfohlen:
 
 Michael Ichbiah: Die Microsoft-Story
 Bill Gates und das erfolgreichste Software-Unternehmen der Welt
 aus dem Campus-Verlag Frankfurt/M. ISBN 3-593-34806-3 erschienen 1993.

 Die Geschichte von Microsoft und ihres Grnders in unterhaltsamen Stil
 geschrieben. Auerdem gibt es ausfhrlich die Geschichte fast aller MS-
 Programme. Fragt mal in Eurer Bibliothek, es lohnt sich (zum Kaufen ist
 das Buch meines Erachtens zu teuer: 68 DM). Und in dem Buch findet ihr
 auch die wirklich wahre (?) Geschichte von MS-DOS, die AliAz uns das
 letzte mal erzhlt hat - und wenn was gedruckt ist, wirds doch wohl
 stimmen :-).

 Da fllt mir gerade noch ein: In einer Zeitung las ich, da Bill Gates,
 wenn er ins Alter kommt, sein ganzes Geld verschenken will, weil er seine
 Kinder nicht damit belasten wolle.

 Bill, Hallo, hier bin ich! Ich wrde mich wirklich opfern, diese SCHWERE
 Last von Deinen und Deiner Kinder Schultern zu nehmen... 
 Ich wei, Geld macht nicht glcklich....
 Und wir wollen dich doch alle glcklich sehen!!!
 Also: gib die Kohle MIR! 

 >>>DAGO

    
 
 **> Jetzt folgt der erste Teil einer Geschichte, geschrieben von PHOENIX,
     einem ehemaligem Kameraden aus meiner Bundeswehrzeit in Leipzig.
     Viel Spa!                                       *** #Papst ***
 

                               DER RITTER 
                         
 
                                 I. Teil
 
 Rotgolden steigt die Sonne ber den Horizont hinweg. Die ersten Strahlen 
 lassen das Wasser eines kleinen Baches glitzern.
 Rechts und links des Baches erstrecken sich kleine Wlder, die seinen Lauf
 bis zu einem Flu begleiten. Dort, wo der Bach in den Flu mndet, bahnt
 eine Brcke den Weg ber die Wasser des Baches. Ein Falke segelt ber die
 Wiese am Wegesrand. Langsam kreisend zieht er seine Bahnen.
 Eine leichte Bewegung im Gras und der Vogel fllt vom Himmel, wie ein Stein.
 Flatternd bleibt er mit der Beute in den Fngen am Boden sitzen. Sein
 krftiger Schnabel zerreit die Beute und der Falke schlingt das Fleisch
 hungrig hinunter, um sich dann sogleich wieder in die Lfte zu erheben.
 Langsam steigt die goldgelbe Glut der Sonne weiter hinauf.
 Unter einer alten Eiche auf der Lichtung vor der Brcke steht ein Pferd.
 Mde frit es das Gras zu seinen Hufen. Das Tier ist nicht mehr jung zu
 nennen aber auch noch nicht sehr alt. Das braune Fell der Stute glnzt
 schwach in der morgendlichen Sonne. Etwas abseits stehen drei weitere
 Pferde. Eine ebenfalls nicht mehr allzu junge kupferfarbene Stute trgt
 auf ihrem Rcken einen Packsattel. Ein vielleicht siebzehn, achtzehn
 jhriger Mann befreit das Tier gerade von seiner Last.
 Zwei krftige Hengste stehen abgesattelt daneben und grasen.
 Der junge Mann trgt ein ledernes Hemd. Seine aus blauem Stoff gefertigten
 Hosen sind fleckig. Die Fe stecken in ein Paar alten Schuhen,
 deren Ledersohlen bereits lchrig sind. Am Grtel hngen ein Schwert und
 ein Messer. Das Gesicht des jungen Mannes ist schmal und zeigt den
 ersten Ansatz eines Bartes. In tiefen Augenhhlen liegen ein Paar
 wehmtig blickende, dunkelbraune Augen. Eine Mhne gewellten,
 kastanienbraunen Haars fllt auf die Schultern des Mannes hernieder.

 Er setzt den Packsattel ab und wischt sich mit dem Handrcken ber die
 Stirn. Sein Blick gleitet zu einem anderen Mann, der lang ausgestreckt unter
 der Eiche liegt und schlft. Der Mann ist etwa dreiig, hchstens
 fnfunddreiig Jahre alt. Die faltige Stirn und die ersten grauen
 Strhnen lassen ihn lter erscheinen. Auch dieser Mann ist mit einem
 ledernen Hemd bekleidet. Die Hosen sind aus Leder. Der Kopf des Mannes
 ist auf einen hlzernen Sattel mit einer dicken Lederpolsterung gebettet.
 Neben ihm liegen ein langes Kettenhemd und Beinkleider aus dem gleichen
 Material. Lanze, Schild und Schwert liegen griffbereit dabei.
 Der Mann blutet. Aus einer Wunde im Bauch dringt die rote Flssigkeit und
 hinterlt rostfarbene Flecken auf dem Leder des Hemdes. Es sind nicht die
 ersten Blutflecken darauf. Der junge Mann sieht auf seinen rechten Arm.
 ber den Unterarm zieht sich eine lange Wunde. Sie blutet nicht mehr,
 schmerzt aber immer noch. Der junge Mann wendet den Blick zum Eingang der
 Lichtung. Dort liegen die Leichen von vier Mnnern.
 Angewidert wendet sich der junge Mann ab. Der alte Mann sthnt auf.
 Langsam geht der Jngere zu ihm hin und legt die rechte Hand auf die
 Stirn des lteren. Der Mann hat Fieber. Der junge Mann greift nach einem
 Lappen und geht zum Bach. Mit dem triefenden Lappen kehrt er zurck
 und khlt dem lteren die Stirn.
 Der Mann ffnet die Augen und sieht den Jngeren an. Mhsam beginnt er zu
 sprechen:
 "Wilfried, ich fhle, da der Tod kommt, mich zu holen. Ich bitte dich,
  bring mich in ein Kloster, damit man mich ehrenvoll begraben kann."
 "Ihr werdet nicht sterben, mein Frst. Ich werde euch in ein Kloster
  bringen, damit die Mnche euch gesund pflegen."
 "Nein, mein Junge. Ich werde sterben. Ich spre den Atem des Todes.
  Ich habe keine Kinder, keinen Sohn, keine Familie. Nimm du an statt eines
  Sohnes meine Rstung, meine Waffen und alles was mir gehrt. Ich wei,
  Wilfried, es ist nicht viel, was ich noch habe, aber es soll dir gehren.
  Du hast mir all die Jahre so treu gedient. Nimm, was mir gehrt und kehre
  Heim zu deinem Vater. Nur la` mich anstndig begraben."
 Der Blick gleitet am eigenen Krper hinab und bleibt an der Wunde haften.
 Sie blutet wieder strker. Er hebt den Blick zu Wilfried und berhrt
 dessen Gesicht mit seiner rauhen Rechten.
 "Ich bitte dich, im Namen unseres Schpfers, la` mich auf einem
  Klosterfriedhof begraben. Schwre es mir, Wilfried, schwr` es mir."
 "Ich schwre es bei Gott und Jesus Christus. Ich bringe euch in ein
  Kloster und werde nicht eher weiterziehen als bis Ihr auf dem dortigen
  Friedhof begraben seid, Graf."
 Zufrieden schliet der Graf die Augen und schlummert ein. Wilfried
 wendet sich den Pferden zu und reibt sie mit trockenem Gras ab.
 Die Worte des Grafen gehen ihm nicht aus dem Kopf. Eine eigene Rstung,
 Pferde, Waffen, all das kann ihm, Wilfried vom Jagenden Falken, gehren.
 Wilfried denkt an seinen Vater, der sicher noch immer mit Wilfrieds Bruder
 und Schwester in der kleinen, mehr aus Holz als aus Stein errichteten,
 Burg auf einem Berg im Bistum Le Mans haust. Wie sehr wrde sich sein
 Vater freuen, wenn er wte, da sein Sohn, da er, Wilfried vom Jagenden
 Falken, nun Ritter werden kann.

 Nach zwei Stunden sattelt Wilfried die Pferde. Nur mit Wilfrieds Hilfe
 kann der Graf aufstehen und laufen. Mhsam steigt der Graf die Leiter
 hinauf in den Sattel seines Pferdes. Wilfried nimmt die Leiter und
 verschnrt sie auf dem Sattel des Packpferdes. Dann steigt er auf seine
 Stute und nimmt das Schlachtpferd des Grafen und das Packpferd bei den
 Zgeln und reitet dem Grafen nach. Nach einer Weile winkt der Graf seinen
 Knappen zu sich heran, damit dieser ihn sttzen kann. Schwer lastet der
 Mann auf Wilfried.
 
 Nach ein paar Stunden erreichen sie einen Bauernhof.
 Die rmlichen Htten lassen vermuten, da die beiden Reisenden hier nichts
 zu Essen bekommen knnen und so reiten sie weiter. Gegen Mittag halten
 sie im Schatten eines kleinen Wldchens. Sie essen etwas von dem Wenigen,
 da sie noch haben und reiten nach kurzer Zeit weiter. Am Abend endlich
 erreichen sie ein Kloster. Der Graf wird in eine kleine Kammer gebracht.
 Wilfried bleibt die Nacht ber an seinem Bett sitzen und schlft dort.
 Am Morgen des nchsten Tages sieht der Graf noch blasser aus als den Tag
 zuvor und sein Zustand verschlechtert sich von Tag zu Tag.
 Gegen Mittag des 14. April 1064 stirbt der Graf und wird am nchsten
 Tag frh am Morgen auf dem Friedhof des Klosters beigesetzt.

                     * * *   Fortsetzung folgt   * * *

     

 In der PC-NEWS fand ich folgende Artikel:

 "Mnnlich, jung und illegal

 Der typische deutsche Compuserve-Nutzer ist zwischen 25 und 35 Jahre alt,
 verdient berdurchschnittlich und gibt monatlich 45 Mark fr den Dienst
 aus- deutlich mehr als der amerikanische Kundee. Rund 70 Prozent seiner
 Kunden, so schtzt CIS-Manager Jrg Bueroe, benutzen nichtzugelassene
 Modems. Der Frauenanteil liegt insgesamt bei ein bis zwei Prozent- die in
 den CIS-Plauderrunden hufig gestellte Frage "Any girls around here?"
 bleibt also hufig ohne Antwort. ATT"

 Anm.v.>>>DAGO: Mnnlich, jung und illegal? Weiblich, alt und (l)egal?
 So'n Quax!

                                  ***
 
 "Windows fr Workgroups ist Spitzenreiter

 Windows ist tot, es lebe WfW: Das weltweit meistverkaufte Betriebssystem
 ist Windows fr Workgroups 3.11, berichtet Microsoft. Es erreichte im
 Einzelhandel im Januar erstmals Platz 1 der Verkaufszahlen bei Betriebs-
 systemen und verweist damit Windows 3.1 auf Platz 2. Besonders Schweden
 und England trugen zu diesem Ergebnis bei."


 Anm.v.>>>DAGO: Windows, das meistverkaufte BETRIEBSSYSTEM?  Na, dann 
 DELETEN wir mal alle DOS-Dateien, die autoexec.bat und die config.sys 
 sowie der Vollstndigkeit halber command.com und starten unseren Compi 
 mit dem BETRIEBSSYSTEM Windows neu. Ei, wird uns da das BETRIEBSSYSTEM 
 Windows nett anlcheln... (und das besonders in Stretford-upon-Avon und 
 Sd-Schweden).*)

 >#< Anm.v.Fury: WfW 3.11 ist vor Fensterle 3.1, weil bei fast allen Compi-
 anbietern neuerdings WfW 3.11 statt Fensterle 3.1 dazugegeben wird. 
 Bestimmt nutzen keine 40 % der Anwender die Netzwerkfeatures von WfW.
 
                                  ***       

 Ein Zitat aus der "Absatzwirtschaft" 4/94:

 "Dosis gegen den Marktfhrer

 Der fhrende Netzwerkhersteller NOVELL attackiert MS-DOS mit einer 
 ungewhnlich harten Marketing-Strategie. Offiziell heit das Produkt 
 NOVELL DOS 7. Doch die Branche hat lngst eine andere Bezeichnung: 
 "MS-DOS-Killer"."


 Anm.v.>>>DAGO: Auch bei mir hat sich krzlich ein grausames Verbrechen 
 abgespielt. Eines Tages komme ich nach Hause, es riecht irgendwie so nach 
 Leiche, und was finde ich: MS-DOS, tot und blutberstrmt, neben dem Compi 
 liegen... Und gerade noch bemerke ich, wie ein Seziermesser in einer ROTEN 
 Schachtel verschwindet... 

 **> Ich schtze, da bist Du nicht der Einzige, der Beihilfe zum Mord
     geleistet hat. Oooops, ich auch! ... ? ... : Aaaaaaarghh!!!

                                                            *** #Papst ***

 *) Das mit dem WfW als BETRIEBSSYSTEM sollten wirklich nur diejenigen
    ausprobieren, die in Stretford und in Sdschweden wohnen. (Nicht da ich
    nachher eins auf die Mtze kriege, weil's wirklich jemand gemacht hat).

    
