

Adressierungsarten der Intelprozessoren 
 
Um eine Speicherzelle im Arbeitsspeicher anzusprechen gibt man 
die effektive Adresse an, die den Offsetanteil der physikali-
schen Adresse bezeichnet. Man bentigt nur die Angabe der ef-
fektiven Adresse, weil der Segmentanteil der Adresse am Anfang 
eines Maschinenspracheprogramms definiert wird. 
Die Bildung der effektiven Adresse kann auf mehrere Arten ge-
schehen. Je mehr Mglichkeiten es zur Bildung der effektiven 
Adresse gibt, je leistungsfhiger ist die CPU. Die Vielfalt der 
Adressierungsmglichkeiten ist der ausschlaggebenste Leistungs-
index einer CPU. 
Die Bildung der effektiven Adresse bentigt bei der 80286 CPU 
und aufwrts keine weitere Rechenzeit neben der eigentlichen Be-
fehlsabarbeitung, bei den kleineren CPU-Typen lt sich bei der 
Optimierung der Adressierungsarten viel Zeit einsparen.
Folgend sind die unterschiedlichen Adressierungsarten der 
8086/88 CPU und ihrer Nachfolger beschrieben. 
 
- direkte Adressierung 
        ( direkte Angabe eines Offsets als Displacement )

        Beispiele:
                        MOV AX,[WVar]
                        MOV AX,[WVar+4]

        Der Segmentanteil fr die Adresse wird aus dem DS-Regis-
        ter geholt.

- indirekte Adressierung
        ( Angabe eines Offsets ber Basis- (BP,BX), oder Index-
        register (SI,DI) )

        Beispiele:
                        MOV AX,[BP]
                        MOV AX,[SI]

        Der Segmentanteil wird bei Verwendung des BX,SI und DI-
        Registers aus dem DS-Register geholt und bei Verwendung
        des BP-Registers aus dem SS-Register.

- gemischte indirekte und direkte Adressierung
        ( Angabe eines Offsets ber Basis- (BP,BX), oder Index-
        register (SI,DI) und Displacement )
 
        Beispiele:
                        MOV AX,[BX+4]
                        MOV BX,Array[SI]

        Der Segmentanteil wird bei Verwendung des BX,SI und DI-
        Registers aus dem DS-Register geholt und bei Verwendung
        des BP-Registers aus dem SS-Register.

- indirekte Adressierung
        ( Angabe eines Offsets ber Basis- (BP,BX) und Indexre-
        gister (SI,DI) )

        Beispiele:
                        MOV AX,[BX+DI]
                        MOV AX,[BP+SI]

        Der Segmentanteil wird aus dem DS-Register geholt, auer
        das BP-Register ist an der Adressierung beteiligt, dann
        wird der Segmentteil aus dem SS-Register geholt.

- gemischte direkte und indirekte Adressierung
        ( Angabe eines Offsets ber Basis- (BP,BX) und Indexre-
        gister (SI,DI) und Displacement )

        Beispiele:
                        MOV AX,Array[BX+SI]
                        MOV BX,[BP+DI+6]

        Der Segmentanteil wird aus dem DS-Register geholt, auer
        das BP-Register ist an der Adressierung beteiligt, dann
        wird der Segmentanteil aus dem SS-Register geholt.


                                                 Gabriel

