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͵ gDas gelobte Landwe ͵ gby Muffinwe 
   					
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                Die Abenteuer des sagenumwobenen Borkland           
                         
                                                                      
 Wir  befinden uns in dem Jahr, in dem der grosse Krieg von  Maidel-  
 dorf  zu  Ende  ging. In  dieser  Zeit  kmpften  einzelne  um  das  
 berleben, welches aber nur sehr schwer mglich war. Es wuchs  kaum  
 noch etwas Ebares und die  Schweine-  und  Rinderherden waren alle  
 lngst  von  der Asche der Zeit berdeckt.                           
                                                                      
 Einige  berlebende haben sich  dennoch  endlich  zusammengetan und  
 hatten nur ein einziges  grosses Ziel: das Zusammenleben verschied-  
 ener Kreaturen, um den Kampf um das berleben zu gewinnen!           
                                                                      
 Trotz vieler Schwierigkeiten der Kommunikation und des Verstndnis-  
 ses ist es  diesen  jungen tapferen  Helden gelungen,  eine Gemein-  
 schaft aufzubauen,  die  einzigartig  ist.  Diese  Gemeinschaft hat  
 den Kampf gewonnen und ihr Ziel  erreicht.  Das  alltgliche  Leben  
 ist zurckgekehrt, ein Dorf wurde gebaut und die Unabhngigkeit ist  
 trotz allem geblieben.                                               
                                                                      
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  Dies ist die unglaubliche Geschichte der sagenumwobenen Welt von    
                           Borkland!!!                                
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Abenteuer 1:

Das gelobte Land


Berdon ist ein kluger junger Krieger.

Eines Tages, genauer gesagt kurz nach der Fertigstellung des Dorfes, auf
einem  Spaziergang  durch  das Dorf,  es war ein schner  sonniger Spt-
sommertag, die Sonne lachte,  die  Vgel  zwitscherten und Berdon war so
guter  Laune,  da es ihm  danach war, sich  mit einem Liedchen  auf den
Lippen nach den momentanen  Situationen im Dorf zu  informieren. Eigent-
lich war das nicht seine Art. Durch den Krieg mit den Druiden war es ihm
fr lange Zeit schier unmglich,  mit Anderen ber etwas vllig alltgl-
iches wie das Wetter oder die  Liebschaften der einzelnen Mitbewohner zu
tratschen. Diese Phase seines Lebens hat seinen Charakter stark geformt.
Er ist fr seine  siebzehn Jahre sehr erwachsen  und geht sehr ernst auf
die Geschehnisse in der  Politik und der Wirtschaft  ein, was oft  nicht
einmal  von  fnfundzwanzigjhrigen  erwartet  wird. Bei  manchen  Wesen
taucht diese  Einstellung gar  nicht auf. Wenn Berdon aber auf diese Re-
aktionen angesprochen wird, schttelt er die Ansprechenden nur mit einem
Argument ab, der Krieg mache einen jeden Menschen  ernst und berlegend,
egal welchen Alters.

Wie dem  auch  sei, heute war  Berdon auf dem Weg zu den verschiedensten
Dorfbewohnern.  Nicht nur  Freunde in seinem  Alter hatte  er vor zu be-
suchen. Mit  diesen redete  er seit neuestem sehr oft und viel ber all-
tgliche Dinge. Eine  seiner Freunde war zum Beispiel Doja. Doja ist ein
hbsches  junges Mdchen,  welches einem  ebenfalls durch  den Krieg be-
einflut erstaunlich erwachsen erscheint. Ihr Charakter ist aber weniger
der einer  berlegenden als der  einer hitzkpfigen jungen  Dame.  Viele
Jungen in  ihrem Alter frchteten  ihren rechten Haken,  was nicht  sehr
verwunderlich ist. Sie lieferte schon viele Demonstrationen ihrer Durch-
setzungskraft. Als  sie einmal  von der Jagd zurckkam und einige Jungen
ihr voller  Amsans  ihre  Beute mit Gewalt  entrissen und sie nach sehr
wenigen Augenblicken den  Schreck berwunden hatte, zog sie ihr Fangnetz
aus  einer  Tasche,  knotete ein  Ende an einen Stein,  warf dieses Ende
ber  einen Ast von  einem Baum,  da es sich dreimal um  diesen schlug,
und  schwang  sich an dem  anderen Ende festhaltend zu einem Jungen, den
sie mit beiden  Fen auf den Boden schmetterte.  Daraufhin lie sie das
Netz  los, rannte dem Jungen, der ihre Beute hatte, hinterher und schmi
sich an  seine  Beine, woraufhin  beide zu Boden  fielen. Sie drehte den
Jungen auf den  Rcken,  setzte sich auf seinen Bauch, hielt  den Kragen
seiner Fellweste mit  der einen fest und schlug ihm mit der anderen Hand
zu einer Faust  geballt unter das Kinn. Seitdem trgt sie den Spitznamen
"Hakenlady". 

Ein  anderer Freund Berdons ist  Tragyn, ein sechzehnjhriger Junge, der
bei  dem  einzigsten  Druiden im Dorf  aufgewachsen ist.  Tragyn und der
Druide, dessen Name  Modria ist, leben  schon seit langer Zeit zusammen.
Modria hatte ihn seit  seiner frhesten Kindheit aufgezogen und ernhrt,
was wohl in so  schweren Zeiten  wie  dem Krieg  als Druide nicht leicht
gewesen sein kann. ber Tragyn's Eltern  und ber Modria ist den anderen
Dorfbewohnern nicht  viel bekannt. Tragyn wird oft wegen seines Adoptiv-
vaters aus der Gesellschaft  ausgeschlossen  oder gar ignoriert. Es wird
ihm  nichts Gutes  nachgesagt. Es  heit, der Druide  plane mit ihm  zu-
sammen  Morde und die  Fortsetzung des  Krieges, aber bis zum  heutigen
Zeitpunkt hat sich nicht  die kleinste Andeutung zur  Besttigung dieses
Gerchts ereignet. Tragyn  benimmt sich nicht  so wie andere Jungs es in
seinem  Alter  tun. Er  ist ebenso  wie Berdon anders. Er  ist sehr sch-
chtern und  seine  Gutglubigkeit und Naivitt bringen ihm auch  nichts
Gutes. Oft wird er  von seinen Freunden  Berdon  und Doja  hereingelegt,
jedoch nie ausgenutzt. Viele  Dorfbewohner nehmen  an, da  dieser Junge
nicht besonders klug sei. Einige  behaupten sogar, er sei geistig krank.
Berdon nimmt ihn allerdings oft in den  Schutz und  erklrt, da  dieses
Bild nur durch die Naivitt Tragyn's erzeugt wrde. 

Die  Beziehung  zwischen  Berdon  und Tragyn ist wie die  zwischen  zwei
unterschiedlich alten  Brdern, wobei Berdon wahrlich nicht die Position
des  kleineren Bruders einnimmt. Berdon und Doja hingegen verstehen sich
sehr gut. Es vergeht kein Tag ohne  ein ausfhrliches  Gesprch zwischen
den beiden. Diese engere Beziehung ist wohl auch ein Relikt des Krieges.
Doja und Berdon kmpften Seite an Seite um das berleben. Ohne die Klug-
heit Berdon's und  ohne den Mut Doja's  htte wahrscheinlich keiner  den
Krieg  berstanden. Tragyn  hingegen wird von  Doja nicht sehr ernst ge-
nommen. Tief  in ihrem Inneren hat sie  alle Druiden und kann ihnen den
Tod ihrer Familie nicht verzeihen, auch wenn sie es noch so wollte.

Berdon's  erstes Ziel war der Markt. Eigentlich war jeder Tag ein Markt-
tag. Der Handel in dem Dorf war einer  der Hauptgrnde fr das berleben
der Bewohner. Beispielsweise  konnten Zwerge ohne Schwierigkeiten  viele
Wurzeln an einem  Vormittag ausgraben, wofr der  Druide mindestens eine
Woche  bentigte. Allerdings hatte der Druide durch seine Brauknste den
besten   Honigwein  im  Dorf, selbstverstndlich  auch  die  tchtigsten
Bienen, die den besten Honig produzierten. Zwerge sind fr ihre Schwche
fr schne Frauen und  Wein bekannt,  deshalb waren  des  Druiden  beste
Kunden diese  kleinen  Weinliebhaber. So w urde auf dem Markt jeden  Tag
viel gehandelt, nie mute einer hungern,  wenn er etwas zum Tauschen an-
bieten konnte, aber das konnte eigentlich jeder. Berdon und Doja  hatten
am Vortag gengend  Nahrungsmittel  beschaffen, so da sie an diesem Tag
nicht wie gewhnlich nach den ersten Sonnenstrahlen aufstehen  und ihren
Stand  aufbauen muten. Sie  hatten sich heute  eigentlich  vorgenommen,
lange zu schlafen, aber durch das rege Treiben der anderen  Dorfbewohner
beim Standaufbau wurde dieser Plan rasch zu Nichte gemacht. So entschlo
sich Doja auf die Jagd zu gehen, damit  am Nachmittag, wenn alle anderen
zur Jagd  gehen,  nicht alle  Tiere schon  durch das  Spielen der  Dorf-
jngsten verscheucht sind. 

Beim Markt angekommen sah Berdon schon den alten Metzger Gordan, der ge-
rade dabei war, sein schon bearbeitetes Fleisch auf seinen Markttisch zu
legen. Die schnste und beste Jagdbeute  ist ohne Zweifel die von Berdon
und Doja, was wohl  an der ungewhnlichen  Jagdmethode von Berdon liegt.
Er studierte nmlich  an vielen Tagen in seiner frhen Kindheit die ver-
schiedenen  Schreie der Tiere  und versuchte mit ihnen zu kommunizieren,
was ihm jedoch nie gelingen wollte. Das  einzigste, was  ihm gelang, war
lediglich, ihre  Gerusche nachzuahmen. Kurz darauf melden sich einzelne
Tiere durch Rascheln in Bschen und Bumen. Mit dieser  Art der Jagd ist
es  Doja dann mglich, die  einzelnen Tiere mit dem Netz einzufangen und
mit einem gezielten Schlag auf den Schdel zu erledigen. Die Tiere haben
dann meist keine Wunden vorzuweisen.

Gordan  : "Ah, guten Morgen Berdon."
Berdon  : "Guten Morgen."
Gordan  : "Was machst Du denn auf dem Markt, wo ihr doch gestern so gute
           Geschfte gemacht habt, ihr Beiden?"
Berdon  : "Ich wollte mich mal nach der Lage erkundigen."
Gordan  : "Der Druide  hat sich mal  wieder eingeschlossen. Niemand  hat
           ihn  in  den letzten 3  Gtterlufen gesehen. Hat  Tragyn was
           gesagt?"
Berdon  : "Er  sagte,  Modria  bereitet sich auf das 7. Welt-Ritual vor.
           Keine Ahnung, was das ist."
Gordan  : "Ich habe  davon gehrt. Es  ist  eigentlich  ein  Ritual  der
           Magier! Was will Modria mit so etwas anfangen?"
Berdon  : "Frag' nicht mich!"
Gordan  : "Auerdem  gab  es  mal  wieder  einen grossen Streit, wer der
           Huptling des Dorfes werden soll."
Berdon  : "Ich wei, da habe ich auch  mitbekommen. Gehst Du zur Wahl?"
Gordan  : "Die  Gtter mgen mich  davor bewahren, Junge! Meine Frau ist
           auf der Seite des Garion, meine Stimme wrde ich dem aber nie
           geben!"
Berdon  : "Warum nicht? Er ist sehr  schlau und kann mit allen Leuten im 
           Dorf zurechtkommen."
Gordan  : "Das  schon,  aber hast  Du  nichts  von  seiner Beziehung mit
           Doja ... UUUPPPS!"
Berdon  : "Von seiner was mit wem???"
Gordan  : "Ich habe versprochen nichts zu sagen!"
Berdon  : "Das  httest  Du  nicht tun  sollen oder  hast Du  aus  Deinen
           vielen Fehlsprechern noch nichts gelernt?! Also, von  was habe
           ich nichts gehrt?"
Gordan  : "Aber  Du  versprichst beim Gtterauge, da Du niemandem sagst,
           da Du es von mir weit, in Ordnung?"
Berdon  : "Versprochen!"
Gordan  : "Na gut..."

Gordan blickt um sich und beugt sich ber den Tisch zu Berdon.

Gordan  : "Die beiden sollen etwas am Laufen haben!"
Berdon  : "WWAAAASSSS???"
Gordan  : "Pssssssssstt! Es  heit, Doja  habe ihm auf  dem Markt  zuge-
           lchelt und hat mit ihm ein Gesprch angefangen, in dem es um
           ein gemeinsames Treffen im  Wald ging. Heute morgen,  wenn Du
           noch schlfst und  alle anderen  ihre  Marktstnde  aufbauen,
           wollen sie sich im  Wald an der grossen Eiche treffen. Warum,
           das wei niemand!"
Berdon  : "Das glaube ich nicht!"
Gordan  : "Ich kann es mir nicht  vorstellen. Immerhin hat Doja noch nie
           soetwas gemacht."
Berdon  : "Nein, noch nie!"
Gordan  : "Aber zutrauen wrde ich es diesem Garion schon!"
Berdon  : "Was kann sie nur vorhaben?"
Gordan  : "Du glaubst dieses Gercht doch nicht etwa, oder?"

Berdon lchelt Gordan kopfschttelnd zu.

Berdon  : "Nein,  selbstverstndlich  nicht! Ich mu  jetzt  gehen.  Bis
           morgen!"
Gordan  : "Bis morgen!"

Durch  diese  Information  geschockt, geht Berdon direktesten Weges  zum
Wald in Richtung der grossen Eiche. Sein Blick ist zornig. Das kann ein-
fach  nicht stimmen,  denkt er. Warum  sollte Doja sich mit ihm treffen?
Das ist  gar nicht  ihre Art. Allerdings  konnte sie gar nicht zur  Jagd
gehen  wollen. Ohne  Berdon kann sie die  gewohnte Jagdmethode nicht an-
wenden und wenn sie das  nicht kann, dann  wre die Jagd nicht  sehr er-
giebig. Irgendetwas ist faul!

Am Dorfeingang kommen Berdon zwei schreiende Kinder entgegen.

Berdon  : "Was ist denn los?"
Kind 1  : "Im Wald bei der grossen Eiche liegt ein toter Mann!"
Kind 2  : "Es ist Garion, der zuknftige Huptling des Dorfes!"
Berdon  : "Was???"
Kind 2  : "Ja, er wurde erschlagen!"
Kind 1  : "Es ist so schrecklich!"

Daraufhin laufen beide Kinder schreiend in Richtung Marktplatz. Berdon's
Schritt  wird  schneller,  artet bald  in Rennerei  aus.  Wo  ist  Doja?

Bei  der  grossen Eiche  liegt der tote Garion im Schatten des mchtigen
Baumes. Er liegt  auf dem Rcken, die Arme verkreuzt und mit schielenden
Augen. Bei der linken Brust hat  er eine grosse blutende Wunde. Das kann
unmglich von Doja stammen,  denkt Berdon. Doja  ist zwar nicht schwach,
aber dennoch hat sie  nicht so viel  Kraft, da sie einem ausgewachsenen
Mann beinahe das Herz rausreien knnte. O nein, hier  mu wer anders am
Werk gewesen sein.

Pltzlich fngt Berdon an zu rufen. "Doja! Doja, wo bist Du? Ich bin es,
Berdon, Dein Freund! Zeig' Dich!". Berdon fngt wieder erneut zu  laufen
an, mitten in den Wald hinein und ruft  wild umsichblickend ihren Namen.
Er  luft ber 1/4  Glockenschlag lang immer tiefer in  den Wald zu  den
Seen und Flen  bis hin zum  Moor bis er  pltzlich Doja entdeckt.  Sie
sitzt an einem Flu weinend auf einem Stein.
           
Berdon  : "Doja, was ist passiert?"
Doja    : "O Berdon, es war ja alles so schrecklich!"
Berdon  : "Erzhl' es mir!"
Doja    : "Ich traf mich heute morgen mit Garion im Wald, um mit ihm  zu
           sprechen. Pltzlich traf ihn an seiner Schlefe ein Stein, wo-
           raufhin er  ohnmchtig wurde.  Ich hrte etwas  im Busch  ra-
           scheln und vermutete denjenigen, der den Stein geworfen  hat.
           Ich sah auch jemanden, doch  konnte ich nicht das Gesicht er-
           kennen. Als ich mich ihm dann nherte lief er voller Hast weg
           und ich folgte ihm natrlich.  Doch als ich  beim Laufen ber
           eine  Kaninchenfalle  stolperte, verlor ich wegen diesem Mi-
           geschick den Steinwerfer."
Berdon  : "Wie ging es weiter?"
Doja    : "Ich  lief  liefer  zurck zur grossen Eiche und da lag Garion
           mit einer grossen Wunde in der linken Brust."
Berdon  : "O Doja!"
Doja    : "Ach Berdon, ich habe ihn nicht gettet!"
Berdon  : "Warum hast Du Dich denn mit ihm getroffen?"
Doja    : "Ich  wollte  mit ihm Sonderrechte  fr uns vonwegen  der Jagd
           ausmachen! Es war nicht so, wie viele Leute es denken!"
Berdon  : "Ach so!"
Doja    : "Glauben die Leute, da ich ihn umgebracht habe?"
Berdon  : "Ich  wei  es nicht. Bleib Du lieber hier im Wald und bau Dir
           ein sicheres Versteck. Dort hinten ist eine Hhle, in  der Du
           bernachten kannst."
Doja    : "Danke Berdon!"
Berdon  : "Ich bin doch Dein Freund! Ich geh' jetzt wieder zurck in das
           Dorf und werde sehen, wie ich  die Leute, die  meinen, da Du
           an Garion's Tod verantwortlich bist, davon  berzeugen  kann,
           da Du es nicht warst. Weit Du denn, wie die Wunde zustande-
           kam?"
Doja    : "Nein,  es mu  ein Tier  gewesen  sein. Vielleicht ein  Tron-
           tiger?"
Berdon  : "Das wrde  auf  jeden Fall  diese grosse  Wunde erklren! Bis
           spter!"
Doja    : "Beeil' Dich, Berdon!"

Berdon geht schnellen Schrittes in das Dorf zurck. Das also wollte Doja
von Garion. Berdon sprt eine gewisse Erleichterung, die er aber schnell
wieder abschttelt. Doja  ist unschuldig! Nicht noch einmal fllt er auf
Gerchte herein. Wenn ihn also einer von seiner Meinung abwenden mchte,
so soll  er,  bei  den  Gttern nocheins, den Zorn Berdon's, des grossen
Kriegers, spren! 

Im Dorf angekommen, sieht er auf  dem Marktplatz eine Menschenmasse.  Er
tritt nher  und  entdeckt jetzt  auch den toten Garion mit einer  Decke
ber dem Gesicht. Modria beugt sich ber seine Wunde und analysiert sie.

Modria  : "Sie kann unmglich von Doja stammen!"

Die Menschenmasse fngt zu grummeln an.

Modria  : "Doja ist gar nicht krftig genug, so  eine  Wunde  zu  verur-
           sachen!"
Person 1: "Aber  sie  war doch zur Jagd! Sie  kann auch einen groen mit
           Spitzen versehenen Stein benutzt haben!"
Modria  : "Mglich wre es, so eine Wunde mit  einem  Stein zu erzeugen.
           Aber  ein  Messer? Nein, dazu ist die  Wunde zu aufgerissen."
Berdon  : "Doja hat ihn nicht umgebracht!"

Die  Masse weicht auseinander und lt Berdon zu dem Druiden. Wieder ist
ein Gegrummel zu vernehmen.

Tragyn  : "Das denke ich auch! Doja wrde soetwas nie tun!"
Berdon  : "Sie hatte auch keinen Grund dazu!"
Person 2: "Woher  willst Du das wissen? Hast Du sie gefunden und mit ihr
           gesprochen?"
Berdon  : "Nein, aber ich kenne sie besser als ihr. Ohne Grund wrde sie
           nie einen Menschen tten!"
Gordan  : "Aber Du kennst doch die Frauen, Berdon!"

Sofort,  nachdem Gordan diesen Satz zuendegesprochen hatte, schlgt  ihm
seine Frau mit ihrer Tasche auf dem Kopf.

Person 1: "Da seht ihr es! Den Frauen ist alles zuzutrauen!"
Gordan's Frau: "Du Lmmel! Ich komme gleich zu Dir!"
Berdon  : "Aber das ist doch Quatsch! Merkt ihr das denn gar nicht?!?"
Person 2: "Fr mich hrt sich das sehr einleuchtend an: Sie treffen sich
           im  Wald und  Doja tut  so, als  wolle sie ihn verfhren, ist
           aber in Wirklichkeit nur sauer auf ihn, weil er die Wahl  ge-
           winnen wird und nicht Hargon!"
Person 1: "Recht hat er, Doja ist schuld am Tod Garions!"
Person 2: "Auf, auf, Leute! Lat uns Doja suchen gehen!"

Die Masse  beginnt  grummelnd damit, das Dorf zu durchsuchen.  Auch  die
Rufe Berdon's  knnen  nicht mehr  helfen. Fluchend  begibt  er sich  zu
Modria und  Tragyn, die  als einzige versuchen, den Toten wegzuschaffen.

Berdon  : "Modria, glaubtst Du mir denn?"
Modria  : "Aber natrlich, Berdon. Doja hat noch nie jemandem ohne Grund
           wehgetan."                  
Tragyn  : "Wir halten zu Euch, Berdon. Wo ist Doja?"
Berdon  : "Im Moor."
Modria  : "Es  wird noch einige Zeitlang dauern, bis die Drfler sich in
           das Moor  trauen, wenn sie es berhaupt  tun. Bse Zungen be-
           haupten, es gehe  dort nicht mit rechten Dingen zu. Die Drf-
           ler glauben halt alles."
Tragyn  : "Wir mssen ihre Unschuld beweisen."
Berdon  : "Aber wie? Ich wei, da sie Garion nicht gettet hat, aber es
           gibt keine Beweise dafr, da sie es nicht getan hat."
Modria  : "Doch, die gibt es."
Berdon  : "Was?"
Modria  : "Hargon, er kann uns helfen."
Berdon  : "Warum gerade er? Glaubst Du, da er der Tter ist?"
Modria  : "Mglich wre es."
Tragyn  : "Lat  uns erst einmal Garion  wegschaffen. Sein  Geist  weilt
           schon in der Sbod."

Das Haus von Hargon  ist eines der  prchtigsten im ganzen Dorf. Es  ist
nicht  gerade  das  grte, aber  irgendwie erinnert es an  ein  kleines
Schlo.  Aber  auch das  geheimmnisvolle trgt einen  Teil zu der Schn-
heit des Hauses bei. Es ist eines  jener Huser,  wegen dessen Schnheit
jeder neidisch ist, aber niemand traut sich, jenes Haus nachzubauen. Die
Fenster sind  gro und mit sauberen weien Tchern verschlossen,  hinter
denen sich  die Fensterschliebretter  befinden. Das Haus  hat  sogar an
allen vier  Ecken  kleine Trme, auf denen gelbe Blumen  wachsen. Es ist
schon verwunderlich, da so ein Haus Hargon gehrt. Seitdem  er im Krieg
seine gesamte Familie verlor ist er nur  noch ein brummiger  alter  Mann
ohne Lebensfreude.  Vielen tut  er leid.  Jeder hat im  Krieg  ein Opfer
lassen  mssen,  aber die  ganze Familie mit  Frau und  Kindern zu  ver-
lieren konnte sich keiner so recht vorstellen. 

Berdon klopft  vorsichtig an der Tr. Mit einem leisen Knartschen ffnet
sie sich.

Berdon  : "Sei gegrt, Hargon."
Hargon  : "Was kann ich fr Euch tun?"
Modria  : "Wir wollten gerne mit Dir sprechen."
Hargon  : "Redet."
Berdon  : "Was weit Du ber den Tod Garion's?"
Hargon  : "Er ist tot?"
Tragyn  : "Ja, und Doja soll ihn ermordet haben."
Hargon  : "Ich verstehe. Kommt herein."

Hargon verschwindet  im  Haus. Modria, Tragyn und Berdon folgen  ihm. Im
Wohnzimmer setzt Hargon sich und bittet die Freunde mit einer Handbeweg-
ung sich zu setzen.

Hargon  : "Sie ist unschuldig."
Berdon  : "Woher weit Du das?"
Hargon  : "Sonst wrdet Ihr nicht hier sein. Auerdem ist Doja kein typ-
           ischer Mrder. Ich habe Garion aber auch nicht gettet."
Modria  : "Es spricht aber vieles dafr, weil ... "
Hargon  : "... weil  er die  Wahl gewonnen htte  und ich ebenfalls  der
           Huptling dieses Dorfes werden will."
Berdon  : "Richtig."
Tragyn  : "Wo waren sie heute morgen?"
Hargon  : "Wie alle anderen auf dem Markt. Das Geschft lief erstaunlich
           gut."
Berdon  : "Bis wann warst Du auf dem Markt?"
Hargon  : "Bis zum Mittag. Ihr verschwendet Eure Zeit."
Modria  : "Er hat Recht. Lat uns gehen."

Die Freunde verabschieden sich und gehen Richtung Wald.

Berdon  : "Warum hast Du ihn in Ruhe gelassen?"
Modria  : "Was httest Du denn getan?"
Berdon  : "Ihn zur Rede gestellt! Ich glaube, er ist der Mrder!"
Tragyn  : "Warum?"
Berdon  : "Naja,..., wer sonst knnte der Mrder sein?"
Modria  : "Erzhl uns jetzt einmal, was Doja gesagt hat."

Berdon  erzhlt  ihnen alles, was Doja ihm sagte. Mittlerweile sind  sie
beim Tatort angelangt.

Modria  : "Hier ist also die Stelle?"
Berdon  : "Ja."
Modria  : "Hargon ist unschuldig."
Tragyn  : "Warum?"
Modria  : "Er wre  Doja nicht  entwischt. Ein so  alter Mann wrde  von
           Doja nach zwei Schritten erwischt werden."
Berdon  : "Toll! Wer war es dann? Einer aus unserem Dorf?"
Modria  : "Schon mglich. Aber so, wie ich die Drfler kenne, htten sie
           gar nicht den Mut, Garion zu tten."
Tragyn  : "Vielleicht ein Whler Hargon's?"
Modria  : "Nein. Alle jungen Drfler waren  fr Garion. Die lteren sind
           nicht so gut in Form."
Berdon  : "Es ist fast wie Magie!"
Tragyn  : "Ja  Modria.  Was  wre, wenn es hier  immer noch einen  Magier
           gbe?"
Modria  : "Kommt  darauf an, welcher  Magier! Fast  alle schwarzen Magier
           wurden entweder  gettet oder zu lebenslnglicher  Arbeit ver-
           urteilt."
Berdon  : "Woran wrde  man denn  einen  Magier  erkennen? Er  hat  doch
           sicher keinen schwarzen Umhang mehr um, das wrde  ja viel zu
           sehr auffallen!"
Modria  : "Magier  sind auch nur  Menschen,  Berdon. Sie knnen genau so
           aussehen wie Du und ich."
Berdon  : "Ein  Magier  ist die einzige  Erklrung. Die lteren  im Dorf
           sind zu langsam fr so eine Flucht und die  Jungen zu schwach
           dazu, so eine Wunde zu verursachen."
Modria  : "Richtig! Kommt mit."

Die Freunde  begeben sich zu der Htte  Modria's. Dort angekommen  fngt
Modria damit an, ein Sppchen zu brauen.

Modria  : "Berdon, Du wirst diese Suppe trinken. Sie wird Dir helfen, in
           die  Vergangenheit zu  blicken und den Vorfall mitzuerleben."
Berdon  : "Warum ich?"
Modria  : "Ich bin zu alt. Der Trank wirkt bei mir nicht. Tragyn hat ihn
           schon einmal  getrunken, vor drei  Gtterlufen, als er seine
           feine  Hose  verlegt hatte. Der Geist eines  Menschen braucht
           aber immer zehn Gtterlufe, bis der Trank wieder wirkt."
Berdon  : "Toll!"
Modria  : "Hier, trink!"

Berdon trinkt das  Sppchen. Die Kpfe von Modria und Tragyn verrauchen,
ja,  die  ganze  Umgebung verraucht. Berdon  erblickt  seine Mutter  und
seinen Vater, die ihm zurufen. Berdon versucht zu schreien, aber er kann
es nicht. Er sieht seinen kleinen Bruder,  wie er umgebracht wurde. Sein
Schrei  dringt in seine  Ohren, als er von dem Blitz  eines Magier's ge-
troffen wird. Ganz langsam  sieht er mit an, wie sein Bruder in die Sbod
eintaucht. 

Aus  einmal sieht er sich im Wald wieder. Doja unterhlt sich mit Garion
ber etwas, was er  nicht hren kann. Pltzlich taucht hinten im Gebsch
ein Kopf auf. Gorkan! Der Sohn von Gordan! Er schmeit den Stein, trifft
Garion, Doja luft  hinterher und stolpert nach wenigen Schritten im Ge-
bsch ber  eine Hasenfalle. In  diesem  Augenblick  trifft  Garion  ein
glhender Materieblitz, der  ihn sofort zu Boden  wirft. Ein Magier! Der
Blitz kamm von der grossen Eiche herab. Und der Magier ist... !

Genau in diesem Augenblick verraucht das  Szenario und Modria und Tragyn
tauchen  wieder auf. Auch der  haerfllte Schrei Berdon's kann da nicht
helfen.

Berdon  : "Verdammt!"
Tragyn  : "Was ist? Was hast Du gesehen?"
Berdon  : "Einen Magier!"
Tragyn  : "Ihr Gtter..."
Modria  : "Wer war es?"
Berdon  : "Keine Ahnung! Die Wirkung hielt nicht lange genug an!"
Modria  : "Was hast Du sonst noch gesehen?"
Berdon  : "Gorkan, der Sohn des Gordan, hat den Stein geworfen."
Modria  : "Der Magier hatte die Macht ber ihn. Er konnte sich nicht
           wehren." G Kleine Frage : Woher wute Modria das ? WE
Tragyn  : "Was nun?"
Modria  : "Wir mssen Gorkan finden. Er kann uns weiterhelfen."

Die  Freunde machen sich auf zu  Gordan's Htte. Als  Tragyn an die  Tr
klopft, macht Gorkan auf.

Gorkan  : "Ja?"
Tragyn  : "Hallo Gorkan. Drfen wir eintreten?"
Gorkan  : "Sicher."


Fortsetzung folgt in M*A*R*S #3...

PS: Fr Tips, Kritik und Infoanfragen bitte bei mir, Muffin, oder in der
M*A*R*S-Laberrubi melden. Danke.


G MUFFIN ! Ich habe gerade etwa eine 3/4 Stunde deinen Text fomatiert
und auf 72 Zeichen gebracht !!! Bitte halte dich das nexte mal dran ...WE
